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Kritische Betrachtung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4. Wann insbesondere eignet sich das Verfahren zur Krebsfrüherkennung?
 
5. Ist mit dem Testverfahren auch eine rechtzeitigeRezidiv-Früh-Erkennung möglich?
 
6. Ist mit dem Testverfahren auch die Tumorsuche therapeutisch möglich?
 
7. Eignet sich das Verfahren auch zur Tumorspezifischen Immun-Therapie (TSIT)?
 
8. Wie hoch ist die Erfolgsrate bei der Tumorspezifischen Immun-Therapie (TSIT)?
 
9. Gibt es Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der tumorspezifischen Immun-Therapie (TSIT)?
 
10. Unterscheidet sich die Technik des Krebstestes von den Laborschritten zur Gewinnung des Therapeutikums?
 
11. Ist das Therapeutikum ein üblicher Tumor-Impfstoff bzw. eine übliche Tumor-Vaccine?
 
12. Welche Reaktionen treten bei den Patienten unter der tumorspezifischen Immun-Therapie (TSIT) auf?
 
13. Bietet die Therapie auch einen Schutz im Anfangsstadium einer Tumorerkrankung vor deren Ausbreitung in den Organismus?
 
14. Bietet sich das Therapieverfahren auch für Autoimmunerkrankungen an?
 
15. Gibt es bestimmte Vorsichtsmaßnahmen, die man zusätzlich bei Tumorerkrankungen berücksichtigen sollte?
 
16. Wo können Patienten eine intensive tumorspezifische Immun-Therapie durchführen?
 
17. Besteht die Möglichkeit der Fachberatung nach der Therapie?
 
18. Gibt es Hilfe bei der Kostenübernahme durch die Krankenkasse?
 
19. Welche Möglichkeiten unserer Forschungsarbeiten können Therapeuten mitnutzen?
 
20. Was kostet der Krebstest?
 
21. Wie gestaltet sich das praktische Vorgehen?
Naturgemäß ist jedes – insbesondere hoch sensible und hoch wirksame – Ver-fahren auch kritischen Betrachtungsweisen ausgesetzt. Nicht in der Wissenschaft selbst, aber unter denjenigen Wissenschaftlern, die an ähnlichen Verfahren aber mit bisher weniger Erfolg arbeiten. So kam es Anfang der 90iger Jahre auch zu reichlich Kritik an diesem Verfahren. Sogar Vertreter unserer Wissenschaftsgesellschaft gaben bekannt, dass unsere wissenschaftlich fundierten und publizierten Erkenntnisse, wonach bereits im frühen Stadium einer Tumorerkrankung auch Tumorzellen im strömenden Blut zirkulierenden, unhaltbar sei.
 
Es wurde allen Ernstes behauptet, dass erst im sehr späten Stadium einer Tumorerkrankung, wenn der Patient ohnehin kurz vor dem Tode steht (Finalstadium), Tumorzellen im Blut auffindbar seien. Eine weltweite Diskussion wurde damit in Gang gesetzt um das Für und Wider zum Auffinden von Tumorzellen im strömenden Blut bei tumorkranken Patienten. Ein abruptes Ende dieser die wissenschaftliche Forschung anregende Kritik erbrachten die Untersuchungen aus dem Deutschen Krebsforschungs-Zentrum 1992 unter der Führung von Frau Dr. Zöller. Diese beschrieb erstmals im Wissenschaftsmagazin SCIENCE den genauen Weg, wie Tumorzellen im strömenden Blut zirkulieren und sich vor ihrer Erkennung tarnen können. Diese bahnbrechende und die weitere Forschung befruchtende Publikation stellte klar, was wir bereits 10 Jahre zuvor postulierten, nämlich dass Tumorzellen in der Lage sind, an ihrer äußeren Zellmembran zum Schutz vor Erkennung solche Oberflächenmarker aufzureihen, die identisch sind mit denjenigen der Lymphozyten.
 
Diese Oberflächenmarker wurden von Zöller als CD 44 v identifiziert. Seitdem gilt als gesichert, dass bereits frühzeitig im Blut eines Tumorpatienten Tumorzellen zirkulieren, diese jedoch nicht erkannt und infolgedessen auch nicht angegriffen und zerstört werden können, weil sie eben diesen Tarnmechanismus (CD 44 v) an ihrer Oberflächen ausbilden.
 
Mit diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen konnten wir nun dokumentieren, dass dieses besondere Phänomen an der Oberfläche der Tumor-Stammzellen nicht nur rein morphologisch demonstrierbar ist, sondern dass diese Oberflächenschutzstrukturen auch ein immunologisches Korrelat haben, weshalb sich diese getarnten Tumorzellen genau so verhalten, wie normale Leukozyten und deshalb von den übrigen Leukozyten toleriert werden. Wenn man so will, ein "Trick" zum Überleben von Tumorzellen, der offenbar individuell evolutionsgesteuert ist.
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