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Dr. Klehr Institut für Immunologie und Zellbiologie GmbH.
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Pressemitteilung 15.10.98:


Krebstherapie: Patentschrift erteilt!
 
Eigenblutzytokine-Behandlung nach Klehr jetzt patentiert
 
Wenn "Stahl und Strahl", Operation, Bestrahlung und Chemotherapie bei Krebs nicht mehr helfen, setzen Forscher weltweit auf die Immuntherapie. Für ein wichtiges "Werkzeug" dieser Strategie, der spezifischen Immuntherapie, erteilte das Deutsche Patentamt jetzt die Patentschrift (DE 3923848 C 2). Wie auch andere Krebstherapien –etwa mit monoklonalen Antikörpern –beruht die von dem Münchner Arzt Dr. med. Nikolaus Klehr entwickelte Methode –sehr vereinfacht ausgedrückt - auf der Überlegung, daß jeder Mensch ständig Krebszellen in sich trägt. Beim Gesunden werden sie laufend vom körpereigenen Immunsystem als solche identifiziert und unter Mithilfe spezieller "Killerzellen" oder "Dendritischer Zellen" vernichtet. Bricht eine Krebskrankheit aus, ist dieser Mechanismus gestört. Einerseits werden die entarteten Tumorzellen bei bestimmten Krebsarten mit übermäßig vielen "Wachstumssignalen" versorgt. Andererseits sind Krebszellen bei vielen Tumorformen auch in der Lage, sich so zu tarnen, daß sie vom Abwehrsystem des Körpers nicht mehr erkannt und vernichtet werden können. Bei der Eigenblutzytokine-Therapie nach Klehr wird dem Patienten Blut entnommen und ins Labor gesandt. Dort regt ein spezielles Verfahren die weißen Blutkörperchen zur verstärkten Produktion von Zytokinen an. So werden diese Botenstoffe zu zielgerichteten Informationsüberträgersubstanzen des Immunsystems. Durch die Rückführung dieser Botenstoff in den Körper des Kranken ist das Immunsystem in der Lage, die "getarnten" Krebszellen zu erkennen und anzugreifen. Deshalb hat Dr. Klehrs Patent den kompliziert klingenden Titel: "Das Demaskierungstraining für autologe Immunozyten gegen maskierte Tumorzellen in vitro."Stichprobenuntersuchungen an sogenannten schulmedizinisch austherapierten Krebskranken, die nach diesem Verfahren behandelt wurden, ergaben bei nahezu der Hälfte der Patienten bei den Completers einen Wachstumsstopp, eine Abnahme oder ein völliges Verschwinden des Krebses: 34 Prozent der Kranken erlebten eine sogenannte "stabile Phase", neun Prozent eine Abnahme der Tumormasse und zwei Prozent eine völlige Einschmelzung der Geschwulst nach bereits vergleichbar kurzer Behandlungszeit. ... Viele Ärzte im gesamten Bundesgebiet wenden dieses Arzneimittel bereits seit Jahren an.
 
Erfolg nach zwanzig Jahren Forschung
 
Die Patentschrift geht auch kurz auf die Entwicklung der Eigenblutzytokine-Therapie ein. Dr. med. Nikolaus Klehr, 53, hatte in Heidelberg und Frankfurt Medizin und Biologie studiert und war dann als Dermatologe mit seinem akademischen Lehrer an die Universität Hamburg gegangen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten dort gehörten unter anderem Forschungsaufträge, die klären sollten, welche UV-Strahlen Krebs erzeugen. Seit Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat Dr. Klehr, der inzwischen neben einer Klinik auch ein Institut für Immunforschung in München betreibt, das Wachstumsverhalten von Tumorzellen untersucht. "Im Jahre 1978 hat der Anmelder erstmals im Experiment mit weißen Blutzellen des Menschen (WBC) die Entdeckung gemacht, daß auch WBC Gesunder in der Zellkultur weiterleben können und sich in vitro (also im Labor) sogar zum Teil auch vermehren...", heißt es in der Patentschrift. Davon gingen die Wissenschaftler bis zu diesem Zeitpunkt nicht aus. Somit war es "dem Anmelder als Erstem gelungen, auch ohne besondere Zusätze, sondern nur mit der geeigneten Technik, die WBC über längere Zeiträume auch in vitro am Leben zu erhalten und mit ihnen zu experimentieren". Und: "Dabei konnte er viele Beobachtungen machen, die bislang so noch nicht beschrieben waren und sind... Es lag nahe, daß der Antragsteller als Hautarzt sich besonders jenen Tumoren widmete, die in sein Fachgebiet fallen. Gleichwohl bearbeitet er aber auch andere Tumorformen." Unter "vorteilhafte Wirkung der Erfindung" notiert die Patentschrift: "Diese therapeutische Variante hat den Vorteil, daß sie
 
1. auf rein biologischer Basis angelegt ist.
 
2. Die sonst in aller Regel erforderliche totale Entfernung der Tumormassen wird hierdurch nicht mehr erforderlich, da die Immunozyten zur Tumorzell-Destruktion potenziert werden sollen.
 
3. Oft teilen sich Tumorzellen langsamer als die Körperzellen. Gerade für solche Tumorzellen-Varianten ist dieses biologische Verfahren geeignet.
 
4. Die oft unterschiedlichen Varianten von Tumorzellen können mit diesem Verfahren allesamt miterfaßt werden, soweit sie auch in vitro darstellbar sind. Hierdurch kann eine bessere breitspezifische tumortherapeutische Wirkung erzielt werden."
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