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Eigenblutzytokine werden von uns zu einem therapeutischen Substrat verarbeitet.
 
Zytokine sind die natürlichen Informationsüberträgersubstanzen, also Botenstoffe des Immunsystems. In den letzten Jahren haben Zytokine enorm an klinischer und vor allem therapeutischer Bedeutung gewonnen. Unsere Therapie hat zum Ziel, einen Teil der Zellen des körpereigenen entnommenen Blutes unter Anwendung eines speziell entwickelten Verfahrens im Labor so zu verändern, daß bei Rückführung des behandelten Blutes eine Abwehrreaktion hervorgerufen wird, um den Tumor teilweise oder komplett zu zerstören. Voraussetzung dafür ist, daß im Rahmen des Herstellungverfahrens die produzierten Zytokine auf eine erfolgreiche Anreicherung der Zellen hinweisen, da diese nach Verabreichung des Arzneimittels an der Patienten eine regulative Funktion auf deren Immunsystem ausüben.
 
Bei Krebserkrankungen gilt stets:
 
Je früher die Krankheit erkannt und die Behandlung begonnen wird, umso größer sind die Heilungschancen.
Nicht selten kommt es jedoch infolge fehlender Früherkennung des Krebses und/oder dem Nicht- bzw. nur geringen Ansprechen auf bisherige Behandlungsmethoden zu einem Fortschreiten der Krankheit bzw. der Metastasierung. Insbesondere in diesen Fällen empfehlen wir die Gabe von Eigenblutzytokinen.
Die Ergebnisse allgemeiner wissenschaftlicher Studien (*) allein schon zu Behandlungen mit Eigenblutprodukten im Vergleich zu Behandlungen mit Fremdblutprodukten sprechen dafür, daß die Überlebensrate von Patienten, die mit Eigenblutprodukten behandelt werden, die Überlebensrate von mit Fremdblut behandelten Patienten deutlich übersteigt.
Wir machen Sie jedoch ganz bewußt darauf aufmerksam, daß die Therapie mit Human-Eigenblutzytokinen als alternative Therapie gilt, demzufolge wie vieles in der Krebstherapie wissenschaftlich umstritten ist - wie z.B. auch der Wert der Chemotherapie bei der überwiegenden Zahl der Tumorerkrankungen - und wir Ihnen einen Heilerfolg weder zusichern können noch wollen. Die Seriosität unseres Verfahrens so wie der therapeutische Effekt ist gutachtlich belegt.
Besonders wichtig ist aber auch der Erhalt bzw. das Wiedererlangen der Lebensqualität der Patienten unter der Therapie. Unser Ziel ist es, nicht nur gemeinsam mit den Patienten den Krebs zu besiegen, sondern auch die Lebensqualität des Patienten während der Behandlung zu erhalten und zu verbessern: eine wissenschaftliche Studie zur Beurteilung der Lebensqualität unter der Therapie mit Eigenblutzytokinen hat bereits in einer Zwischenbilanz eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität unter der Therapie belegt.
 
Qualitäts-Sicherung:
 
Unsere Arbeiten bei der Herstellung von Eigenblutzytokinen unterliegen der ständigen Qualitätssicherung. Wir sind darüber hinaus durch die internationale Labor-Oberbehörde, das COLLEGE of AMERICAN PATHOLOGISTS akkreditiert. Nur wenige Labors in Deutschland verfügen über dieses Zertifikat.
5.2.2 Technische Vorgehensweise
 
Der behandelnde Arzt entnimmt dem Patienten mittels eines hierzu speziell gefertigten und bereitgestellten Entnahmebesteckes Blut und schickt es zur Bearbeitung ein. Im Herstellungslabor trennt man zunächst die Erythrozyten mechanisch ab, sodann - mittels einer speziell hierfür entwickelten Technik - auch einen Teil des verbliebenen Zellgemisches, der nunmehr aus mononukleären Zellen besteht; je nach Zelldichte sind das ca. 25-30% der Zellzahl.
 
Im nächsten Schritt wird versucht, durch vorsichtiges Zentrifugieren die äußeren Bestandteile der Zellmembranen dieser abgetrennten mononukleären Zellen einschließlich deren Oberflächenmarker, wie z.B. CD 44 v, zu depletieren [6, 32]. Die individuell unterschiedliche Beschaffenheit der Zellmembranen dieser mononukleären Zellen macht ein vorsichtiges schrittweises Vorgehen erforderlich. Wir beginnen mit 800 Upm/ 10 min. Dann kontrollieren wir visuell unter dem Phasenkontrast-Mikroskop. Wichtig ist dabei die vergleichende Evaluation der Zellmembrandichte der unbehandelten mit den behandelten mononukleären Zellen. Zur Induktion einer relevanten Zytokinexpression der In-vitro-Inkubation sind mindestens 40-60% der äußeren Zellmembranbestandteile zu depletieren.
Bei nicht ausreichend erfolgter Reduktion der Zellmembrandichte sind weitere Zentrifugationsschritte anzuschließen, wobei eine Steigerung um jeweils 300 Upm pro Arbeitsschritt empfehlenswert ist. Das Ergebnis ist erneut mittels Phasenkontrast- Technik zu überprüfen. Eine völlige Zerstörung der Zellmembranen ist jedoch zu vermeiden, weil das hieraus resultierende therapeutische Substrat klinisch nur noch wie eine Vakzine wirken würde.
 
Im labortechnischen Erfolgsfall gelingt es, nicht nur die freigelegten Tumorzellen, sondern auch die Tumorantigen- phagozytierenden Makrophagen als Antigenträger in vitro zu präsentieren.
Durch die In-vitro-Zugabe der zuvor abgetrennten unbehandelten mononukleären Zellen werden die so zur Antigenpräsentation modifizieren mononukleären Zellen (Tumorzellen und Makrophagen) und deren abgetrennte Zellenoberflächenbestandteile gemeinsam den unbehandelten Leukozyten in vitro mittels Inkubation präsentiert. Mit dieser Antigenpräsentation gelingt es, in vitro Antigen-Antikörper-Reaktionen spontan auszulösen, insbesondere ohne die Zugabe der klassischen Immunaktivatoren, wie beispielsweise PHA, Freudsches Adjuvans o. ä..
 
Im Gegensatz zu anderen labortechnischen Verfahren verwenden wir nicht nur selektiv bestimmte Zellpopulationen, wie z.B. isolierte Natural Killer Cells oder aktivierte T-Lymphozyten, sondern die (mononukleären) immunkompetenten Zellen des peripheren Blutes in ihrer Gesamtheit. Ziel und Absicht des Inkubationsprozesses ist es, diese unter Entwicklung ihrer auch heute noch nicht endgültig erforschten immunogenen Potenzen und Interaktionen in vitro alle immunkompetenten Blutbestandteile des Patienten zur Zytokinexpression anzuregen.
Da wir auf die Zugabe jeglicher allogener oder heterogener Substanzen (Immunstimulatoren) verzichten, induzieren wir - zunächst in vitro - ausschließlich spezifische Immunreaktionen und schließen damit unspezifische, zusätzlich gegen diese heterogenen Immunstimulanzien selbst gerichtetete Immunreaktionen bereits initial (in vitro) aus. Für die klinische (in vivo) Anwendung sollen damit unerwünschte Nebenreaktionen unspezifischer Genese vermieden werden, wie diese von den herkömmlichen (unspezifisch wirksamen) Immunstimulanzien hinreichend bekannt sind.
 
Mit dieser In-vitro-Technik [6, 32] dürften in vitro neben den Zytokinen auch andere immunaktive Substanzen generiert werden; so ist z.B. auch die Produktion spezifischer Tumorantikörper zugrunde zu legen. Als sensitiver Nachweis dafür, ob tatsächlich in vitro während des Inkubationsvorganges immunologische Prozesse in Gang gesetzt worden sind oder nicht, eignen sich die Zytokine als die Signaltransduktoren besonders gut. Hierzu werden zunächst prae incubationem die folgenden Zytokine bestimmt:
 
Tumornekrosefaktor alpha (TNF-a)
Interferon 6 Rezeptor (IL 6-R) (**)
Interleukin 2 Rezeptor (s IL 2-R)

 
Die Messtechnik erfolgt mittels der Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay (ELISA). Nach Abschluss des Inkubations- und Herstellungsvorganges erfolgt die zweite Messung diesmal der in vitro generierten Zytokine, wie bereits beschrieben. Zur Herstellung und Abgabe als Arzneimittel kommt es nur dann, wenn im Rahmen des Inkubationsprozesses eine Anreicherung von mindestens 200% und mehr bezüglich zwei von drei dieser obengenannten Zytokine erfolgte. Anderenfalls muss erneut Blut entnommen und der gesamte Vorgang wiederholt werden. Eine freiwillige, vom Gesetzgeber nicht geforderte Qualitätssicherung ist durch die Akkreditierung an das College of American Pathologists (CAP) zusätzlich erfolgt, womit sichergestellt ist, dass die Qualitätskontrollen zusätzlich auch den international geforderten Standards entsprechen.
 
(*) Heiss, Mempel et al.: Blood transfusion-modulated tumor recurrence: first results of a randomized study of autologous versus allogeinic blood transfusion in colorectal cancer surgery. J. Clin. Oncol. 1994, Sept 12 (9); 1859-1865
(**) gemäß dem Stand der wissenschaftlichen Forschung geändert
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